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Die Wirtschaft bekräftigt ihre Forderung nach der Brücke.

 

Aus dem IHK Journal (Dezember 2011) von Präsident Manfred Sattler

IHK Koblenz: Masterplan muss auch Mittelrheinbrücke beinhalten

Die Arbeiten am Masterplan für das Mittelrheintal haben nun begonnen. Am 4. November veranstaltete das federführende Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landwirtschaft eine Auftaktveranstaltung in St. Goar. Ziel war es, die Kommunen, die Wirtschaft, die Interessengruppen und die Bürger vor Ort in die Erstellung des Masterplanes mit einzubeziehen. Die UNESCO hatte im vergangenen Jahr im Rahmen der Brückenplanungen bis Februar 2013 einen Masterplan gefordert, der eine Leitlinie für die zukünftige ganzheitliche Entwicklung des Mittelrheintals darstellen soll.

 

Eine positive Zukunft für das Mittelrheintal ist auch für die IHK Koblenz von elementarer Bedeutung und somit war es selbstverständlich, dass Vertreter aus Ehren- und Hauptamt vor Ort waren, um die Interessen der Wirtschaft am Mittelrhein wahrzunehmen.

Noch im Frühjahr 2011, kurz vor den Landtagswahlen, hatte die IHK eine Blitzumfrage in der Region Mittelrhein zur Notwendigkeit der Brücke durchgeführt. Hier hatten 80 Prozent der befragten Unternehmen für diese feste Querung votiert. auch die politisch Verantwortlichen der Landesregierung hatten sich bis zur Landtagswahl positiv für eine Brücke ausgesprochen. Die Auftaktveranstaltung in St.Goar bot nun den zahlreichen Interessenvertretern die Möglichkeit, ihre Vorstellungen für die Zukunft des Tales zu äußern, auch zum Thema Mittelrheinbrücke.

„Natürlich ist die Brücke kein Solitärprojekt. Daher ist es sinnvoll, sie in einen nachhaltigen Entwicklungsplan für die ganze Region Mittelrheintal einzubetten. Dazu gehören alle Landkreise entlang des Rheins zwischen Bingen und Koblenz. Die Verbesserung der regionalen Infrastruktur muss unseres Erachtens auf jeden Fall ein Ziel dieses Planes sein. Wir brauchen eine Region Mittelrhein, die als Urlaubsziel, wie auch als Wohn- oder Arbeitsort gleichermaßen interessant ist. um dies zu erreichen, muss auch die Verbindung aus dem Tal auf die Höhen hinauf verbessert werden. Dringend notwendig sind in diesem Zusammenhang auch die Minderung des Bahnlärms im Tal und die Planung einer Alternativstrecke für den Schienengüterverkehr“, so IHK-Präsident Manfred Sattler. „Das Ministerium selbst sagt, dass der Masterplan dazu dienen soll, die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen im Mittelrheintal so weiter zu entwickeln, dass sie dem Titel Welterbe gerecht werden. Da die UNESCO sich nicht gegen die Brücke ausgesprochen hat, sondern nur fordert, sie in die zukünftige Entwicklung mit einzubeziehen, ist es für uns nicht verständlich, wenn die Brücke gar nicht angesprochen werden soll, beziehungsweise mit dem Argument abgelehnt wird, es sei kein Geld für dieses Projekt vorhanden. Ich denke, eines wird auf dieser Veranstaltung hier sehr, sehr deutlich: Die Menschen im Tal wollen die Mittelrheinbrücke!“, so Sattler. sogar Wirtschaftsministerin Eveline Lemke teilte diese Erkenntnis und sagte in St.Goar, sie wisse, dass die Menschen vor Ort die Brücke wollen.

Menschen im Tal wollen die Brücke

Es bot sich auch die Gelegenheit, mit dem Vorsitzenden des Zweckverbandes für das Welterbe Oberes Mittelrheintal, Landrat Günter Kern, über den Masterplan und die zukünftige Entwicklung im Tal zu sprechen.

„Der Zweckverband, in dem sich alle Kommunen im Welterbe zusammengeschlossen haben, hat bereits ein Handlungsprogramm für das Tal, das wir seit Jahren in Projekten umsetzen. Dieser wird nun unter Beteiligung von Kommunen und Wirtschaft evaluiert und fortgeführt. Wir dürfen hier keine Doppelstrukturen aufbauen, daher muss dieses Programm in den Masterplan mit einfließen“. Besonders wichtig für die zukünftige Entwicklung im Tal hält der Vorsitzende des Zweckverbandes vor allem den Ausbau der Infrastruktur. Landrat Kern ließ im Gespräch mit der IHK keinen Zweifel darüber, dass für ihn die Brücke ein notwendiger Teil dieser Infrastruktur sein muss. Denn der Masterplan ist eine Leitlinie nicht nur für eine Legislaturperiode, sondern für 15 bis 20 Jahre.

Wie soll es nun nach diesem Auftakt in St.Goar mit dem Projekt Masterplan weitergehen? Vonseiten des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landwirtschaft sind Workshops zu verschiedenen Themenschwerpunkten geplant, in die sich die Beteiligten einbringen können. „Wir werden uns hier weiterhin im Interesse unserer Unternehmen engagieren und die Themen Verbesserung der Infrastruktur und Mittelrheinbrücke konsequent verfolgen.

Für uns ist die Ausweitung der Fährzeiten frühmorgens und spät in der Nacht, deren Start für Frühjahr 2011 angekündigt wurde, nur eine unzureichende Übergangslösung. Der große Teil des Wirtschaftslebens findet tagsüber statt, daher benötigen wir gerade hier dringend die Verbesserung durch eine feste Rheinquerung. Es darf nicht passieren, dass mit dem Masterplan Fakten geschaffen werden, die den Bau einer Brücke erschweren oder gar in Zukunft unmöglich machen“, erklärt Sattler, und: „Eine weitere Frage muss gerade aus Sicht des Kaufmanns auch gestattet sein: Gibt es eine Kosten-Nutzen-Rechnung? Wie viel kostet der ausgeweitete Fährbetrieb im Vergleich zur Brücke und wie viel Mehrwert bringt er im Gegensatz zur Lösung Mittelrheinbrücke mit 24-Stunden-Betrieb an 365 Tagen? Wie viel mögliches Wirtschaftsvolumen wird durch die fehlende Rheinquerung verhindert?

Gerade im Sinne einer transparenten Verwaltung und dem verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern ist dies aus unserer Sicht offenzulegen!“


Info-Veranstaltung in Werlau am 28.11.2011

Die Bürgerinitiative ProBrücke hatte am 28.11.2011 zu einer Informationsveranstaltung nach Werlau eingeladen.

 

Hier trafen sich zahlreiche Anwohner von beiden Rheinseiten um der Forderung nach einer Brücke am Mittelrhein mit ihrer persönlichen Präsenz Nachdruck zu verleihen.

 

Aus dem Kreis der Anwesenden wurden viele Ideen, Hinweise und Vorschläge eingebracht, die nicht nur direkt in die Arbeit der BI einfließen, sie sind auch eine zusätzliche Motivation für das weitere Tun und Handeln aller Aktivisten.

 

Unter anderem zählte auch dazu, weiter mit der Einholung von Unterschriften und dem Werben von Mitgliedern am Ball zu bleiben mit dem Appell an alle Befürworter der Brücke:

 

Trotz der schon vorliegenden, erheblichen Anzahl von Unterschriften und zu verzeichnenden Mitglieder, sollten

 

  • weiter Unterschriften eingeholt und

  • Mitgliederwerbung betrieben werden.

 

Alle Anwesenden zeigten sich überzeugt, damit bei der Übergabe in Mainz entsprechende Aufmerksamkeit zu erlangen, um der Forderung nach einer direkten Bürgerbeteiligung und Fortführung der bereits begonnenen Planung Nachdruck zu verleihen. Dabei sollten die politisch Verantwortlichen immer den massiven Anspruch der Bürger dieser Region im Auge behalten. Derzeit ergibt sich auf der Basis von Unterstützerunterschriften, die der betroffenen Region zuzurechnen sind, eine Zustimmung zur Brückenforderung von 98,5%. Dieses Votum spricht eine eindeutige Sprache, die auch für Regierende verständlich sein sollte.


Bernd Zorn

15.11.11: Zu Medienberichten über die Aufgabe von Fährbetrieben am Mittelrhein

Kernfrage bleibt: Brücke oder Fähre?

Die Aussage: Käme die Brücke, könne sich auch die Kauber Fähre nicht halten, meinen alle Experten kann nicht unwidersprochen bleiben. Wenn wir der `sogenannten` Expertenmeinung Fakten gegenüberstellen, dann ergibt sich ein ganz anderes Bild. Dazu kann ein Vergleich mit der Untermosel herangezogen werden. Nehmen wir je eine Teilstrecke von rund 60 Kilometern (außerhalb von Koblenz),  am Rhein von Bingen bis Lahnstein und an der Mosel von Senheim bis Güls, dann sehen wir

am Rhein: Brücken = null, Fähren = fünf,

an der Mosel: Brücken (Straßenbrücken in Tallage)= sieben, Fähren = drei.

Damit dürfte diese Expertise zurechtgerückt sein. Wenn schon die Existenz von sieben Brücken nicht alle Fähren im betreffenden Gebiet überflüssig machen, wie könnte dann eine Einzige dies bewerkstelligen?


Bernd Zorn, Vorsitzender der BI-Pro-Brücke

11.11.11: Zur Auftaktveranstaltung Masterplan

Die Auftaktveranstaltung für den Masterplan war eine Farce.

Jetzt ist es raus: Die Mittelrheinbrücke soll im Masterplan keine Erwähnung finden. Dabei hatte die Brücke den Ausschlag gegeben, dass die UNESCO forderte, einen Masterplan `Oberes Mittelrheintal` zu erstellen. Eine äußerst sinnvolle Aufgabe, die sich mit Entwicklungsmöglichkeiten des Tals und somit auch mit den Wirtschaftsbedingungen der Region in der Zukunft beschäftigen soll.

Schon im Vorfeld dieser Veranstaltung hatte die für den Masterplan zuständige Ministerin versucht die Planungsgemeinschaft Westerwald-Mittelrhein zu veranlassen, die Mittelrheinbrücke bei künftigen Regionalplanungen nicht mehr zu berücksichtigen. Dies wurde zu Recht zurückgewiesen, ist also fehlgeschlagen.

Die Auftaktveranstaltung sollte dann das Thema Brücke überspringen und vergessen machen. Allerdings entwickelte es sich zum zentralen Diskussionspunkt, sehr zum Missfallen der Saalregie. Für die Erstellung des Masterplans wirbt die Ministerin für Diskussionsrunden, Zusammenarbeit und gar um Bürgerbeteiligung. Wie ernst das gemeint ist, zeigt sich an der Tatsache, dass der Pressebericht, der über den Verlauf der Veranstaltung informiert, bereits kurz nach dem Start schon ins Netz gestellt ist. Ist hier also eine Zusammenarbeit mit einer willfährigen Staffage gemeint?

Doch damit ist die Schmierenkomödie noch nicht zu Ende. Mit den Worten: Interessierte mögen sich doch in die am Ausgang liegenden Listen zur Teilnahme an den Workshops eintragen, verabschiedet die Ministerin die Teilnehmer. Aber alles Suchen ist zwecklos, es gibt keine Arbeitsgruppe Mittelrheinbrücke, auch nicht feste Flussquerung. Selbst das Thema Infrastruktur findet nicht statt. Da frage ich mich doch, zeichnet hier wirklich unsere Wirtschaftsministerin verantwortlich oder werden die Strippen von einem Museumswächter gezogen?

Fakt ist, die Region Mittelrhein braucht dringend eine Brücke und dies muss auch im Masterplan stehen und gefordert werden.


Hans-Josef Kring Lykershausen, Verantwortlicher für den Beirat

06.11.2011, Reaktion aus dem Beirat zu Auftaktveranstaltung „Masterplan“ in St.Goar

Ministerin Lemke kennt unsere Heimat nicht wirklich!

Auch diese Veranstaltung machte deutlich, dass Ministerin Lemke, die wohl unmittelbar an der Autobahn wohnt, unsere Heimat nicht wirklich kennt. Urplötzlich wurden nur die Kosten als "Todschlagargument" gegen die Brücke genannt.
Ein 24 Std. Fährbetrieb der noch immer auf ihrer Homepage zu finden ist, wird wohl nie realisiert werden. Dieser ist zu teuer und ist auch technisch nicht durchführbar- das zeigen die jüngsten Veröffentlichungen- also alles nur Werbung , ein Ablenkungsmanöver? Ein Gutachten belegt dass der 24 Std. Fährbetrieb die teuerste und schlechteste Lösung darstellt. Bürgerbeteiligung gibt es wohl nur für Projekte die sich B 90 die Grünen ausgedacht haben und bei denen das Ergebnis wohl schon so weit feststeht. Wir werden jedenfalls in unserer Freiheit, der Teilhabe an der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung weiter massiv eingeschränkt. Gemäß gültigem Landesentwicklungsplan stehen uns gleichwertige Lebensbedingungen zu!
Ob eine Teilnahme an den Workshops wirklich gewollt ist? Ich habe erhebliche Zweifel daran, da  man die Listen nur am Schluss der Veranstaltung auf einem kleinen Tisch am Ausgang auslegte. Es sollten sich dennoch möglichst viele im Internet für die Workshops melden. Ansonsten überlassen wir denen das Feld, die unsere Heimat nicht wirklich kennen und denen die Schlagzeile wichtiger ist als die Zukunft unserer traumhaft schönen Heimat.


05.11.2011, 2.Vorsitzender der BI Pro Brücke Reinhold Petereit nimmt Stellung zur Auftaktveranstaltung zum Masterplan in Sankt Goar am 04.11.2011:

 

Fühle mich von  Ministerin Lemke verarscht!

 

Weiß unsere Staatsministerin Eveline Lemke eigentlich, warum es bei der Mittelrheinbrücke geht? Den Eindruck hatte ich bei der betreffenden Auftaktveranstaltung zum  Masterplan nicht. Die immer wieder ausweichenden Antworten auf Fragen zur Mittelrheinbrücke, waren für mich eine Provokation der besonderen Art und grenzen teilweise an einer deutlich ausgesprochenen Verarschung der Bevölkerung. Hinzu kommt für mich der  Eindruck das sie sich selbst verarscht. Für mich ist dies nicht mal gerade schlimm! Schlimm ist jedoch, dass sie dies weiß, der Öffentlichkeit gegenüber aber nicht zugeben will oder darf. Diese Äußerungen und Feststellungen nehme ich auf meine Kappe. Es wird endlich Zeit das Taten folgen und die Hinhaltetaktik ein Ende findet. Reinhold Petereit, Boppard